Niklas Kluge blickt hinter die Kulissen
Niklas Kluge kennt den VfB Friedrichshafen von klein auf und hat gerade seine dritte und letzte Spielzeit bei den Volley YoungStars abgeschlossen. Seit vergangenem Sommer macht der Häfler ein Praktikum bei der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH und lernt „seine“ Sportart von einer ganz anderen Seite kennen.
Bis er im Sommer 2025 bei der Volleyball GmbH anfing, kannte er nur die Perspektive vom Feld aus. „Man glaubt gar nicht, mit wie viel Aufwand ein Volleyballspiel verbunden ist und wie komplex so eine Veranstaltung ist“, sagt Niklas Kluge. Dementsprechend vielfältig ist sein Aufgabenbereich. Beim Auf- und Abbau in der Halle helfen, den VIP-Raum herrichten, den Fan-Shop betreuen oder internationale Schiedsrichter vom Flughafen abholen.
„Es ist cool, dass ich keine monotonen Aufgaben habe und dass es nicht nur Büroarbeit ist", sagt der 19-Jährige. Dass er oft nicht weiß, welche Aufgabe auf ihn in der Geschäftsstelle wartet, macht den Reiz für ihn aus. Mal recherchiert er Hotels für die Auswärtsfahrten, mal besorgt er Wasserkästen für die Mannschaften während des Spieltags. Auch Organisatorisches beim Spieltag der U16-Baden-Württemberg-Liga gehört zu seinen Tätigkeiten.
Mit VfB-Trainer Simon Stegmann ist der Außenangreifer des Öfteren unterwegs, um Grundschulkindern im Rahmen des Projekts „Volleyball macht Schule“ das Volleyballspielen nahezubringen. Kurios: Genau durch dieses Projekt kam Niklas als Viertklässler zum Volleyball und fand direkt Gefallen an der Sportart. Damit ist er – ebenso wie die beiden ehemaligen Teamkollegen Daniel Habermaas und Lucas Huckle, die bei den VfB-Profis spielen – ein Paradebeispiel für eine gute Volleyballausbildung im VfB Friedrichshafen. Der Außenangreifer durchlief die gesamte VfB-Jugend und gehört seit 2023 zu den YoungStars am Bundesstützpunkt. Jüngster Erfolge: Anfang März holte sich die U20-Jugend den Württembergischen und zwei Wochen später den Süddeutschen Meistertitel – mit Kapitän Niklas Kluge. Diese Titel haben eine besondere Bedeutung, war doch der Zwei-Meter-Mann in dieser Saison von Verletzungspech geplagt. Doch davon lässt er sich nicht beirren. Er weiß, dass er künftig viel Spielpraxis braucht und keinen Verein, bei dem er als Ergänzungsspieler auf der Bank sitzt. „Deshalb ist mir wichtig, dass ich zu einem guten Verein wechsle, bei dem ich viel spielen kann“, sagt Kluge und hofft auf Angebote aus der zweiten Bundesliga.
Nach dem einjährigen Praktikum hat Niklas sein Fachabi in der Tasche und möchte Sportmanagement studieren. Online – um für seine Volleyballkarriere örtlich flexibel zu sein.








