Bronze beim BuPo
Beim Bundespokal 2026 hat das Team Baden-Württemberg die Bronzemedaille geholt. Zehn YoungStars und Co-Trainer Leon Zimmermann als Betreuer bejubelten am Ende den 3. Platz.
Der U18-Bundespokal der Landesauswahlen ist jedes Jahr ein Highlight im Kalender des deutschen Volleyballnachwuchses. Beim Aufeinandertreffen der besten U18-Nachwuchstalente (Jahrgänge 2009/2010) aus ganz Deutschland stehen neben dem Kampf um Titel und Medaillen vor allem der sportliche Wettbewerb und die persönliche Weiterentwicklung der jungen Athletinnen und Athleten im Mittelpunkt. Für die Auswahlmannschaften der ARGE Baden-Württemberg (BaWü) war das diesjährige Turnier vom 22. bis 25. Oktober in Schwerin ein erfolgreiches Wochenende. Nach dem historischen Doppelsieg im Vorjahr gingen sowohl die Mädchen als auch die Jungs als Titelverteidiger ins Rennen. Auch wenn es für den erneuten Sieg nicht ganz reichte, konnten sich am Ende beide Teams über einen starken dritten Platz und damit gleich zweimal Bronze für Baden-Württemberg freuen.
Am Mittwochmorgen machten sich die beiden BaWü-Auswahlteams gemeinsam mit der Bahn auf den Weg nach Schwerin. Die Vorfreude auf den Bundespokal war bei allen Beteiligten groß, schließlich hatten sowohl die Mädchen als auch die Jungs ein klares Ziel vor Augen: die Titelverteidigung. Spieler, Trainer und Betreuer blickten motiviert und voller Tatendrang auf die bevorstehenden Turniertage. Nach Ankunft hatten die Teams bereit die Möglichkeit eine kleine Trainingseinheit zu absolvieren, um die lange Fahrt aus den Beinen zu bekommen.
Den Donnerstag nutzen unsere Auswahlteams, um sich bestmöglich auf das Turnier einzustimmen. In jeweils zwei Trainingseinheiten konnten sich die Spielerinnen und Spieler mit den Hallenbedingungen vertraut machen und gemeinsam mit ihren Trainerteams an den letzten taktischen Feinheiten arbeiten. Dabei ging es vor allem darum, die Abläufe auf dem Feld zu festigen und die Abstimmung innerhalb der Mannschaften weiter zu verbessern. Außerdem fanden die obligatorischen Anthropometrie-Messungen durch den DVV statt.
Erfolgreicher Turnierauftakt – beide Teams überzeugen in der Gruppenphase
Am Freitagmorgen fiel endlich der Startschuss für den Bundespokal 2026. Beide BaWü-Auswahlmannschaften erwischten einen gelungenen Auftakt und zeigten bereits in der Gruppenphase, dass auch in diesem Jahr mit ihnen zu rechnen war.
Die Jungs ließen zum Turnierstart nichts anbrennen. Gegen das Saarland gelang ihnen mit 2:0 (25:9, 25:18) ein souveräner Auftaktsieg. Im anschließenden Duell mit Hessen wurde es vor allem im ersten Satz eng, den sich die BaWü-Jungs mit 26:24 knapp sicherten. Am Ende stand auch hier ein 2:0-Erfolg (26:24, 25:17). Im letzten Gruppenspiel gegen Thüringen behielten sie ebenfalls die Oberhand und machten mit einem weiteren 2:0-Sieg (25:22, 25:20) den Gruppensieg perfekt. Damit zogen die Jungs ohne Satzverlust in die nächste Turnierphase ein.
Am Abend stand dann die Regeneration im Mittelpunkt: gemeinsames Abendessen, intensive Betreuung durch die Physios und die mentale Vorbereitung auf den nächsten Tag.
Turniersamstag – Viertelfinalsiege und knappe Entscheidungen im Halbfinale
Am Samstag ging es für beide BaWü-Auswahlmannschaften in die entscheidende Phase des Turniers. Nach der erfolgreichen Gruppenphase standen zunächst die Viertelfinalspiele auf dem Programm. Die Jungs konnten an ihre Leistungen vom Vortag anknüpfen. Im Viertelfinale gegen die Auswahl des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes (NWVV) zeigten sie eine konzentrierte Leistung und sicherten sich mit einem 2:0-Sieg (25:18, 25:17) den Einzug ins Halbfinale.
Dort trafen die BaWü-ler auf die bayerische Auswahl um ihren neuen Landestrainer Pascal Winter, der parallel noch als Nachwuchstrainer beim MTV Ludwigsburg tätig ist. Es entwickelte sich eine ausgeglichene und hart umkämpfte Begegnung. Besonders im ersten Satz lieferten sich beide Mannschaften ein enges Duell, das Bayern am Ende knapp mit 29:27 für sich entscheiden konnte. Auch im zweiten Satz hielten die BaWü-Jungs gut mit, mussten sich letztlich aber mit 21:25 geschlagen geben. Damit ging das Halbfinale mit 0:2 an die Bayern.
Nach der Halbfinalniederlage war die Titelverteidigung zwar nicht mehr möglich, dennoch hatten die Jungs am Sonntag die Chance, sich mit einer Bronzemedaille für ihre Leistungen zu belohnen.
Den Abend ließen die Auswahlteams gemeinsam mit allen Vertretern der BaWü-Delegation gemütlich ausklingen. Mit dabei waren unter anderem Bundesstützpunkttrainer Adrian Pfleghar sowie der ehemalige Landestrainer Michael Mallick, der für das Turnier ebenfalls nach Schwerin gekommen ist.
Sonntag – Zwei Spiele, zweimal Bronze
Am Sonntag stand das Spiel um Platz drei auf dem Programm. Nach den Halbfinalniederlagen am Vortag wollten sich sowohl die Mädchen als auch die Jungs zum Abschluss des Bundespokals noch einmal mit einer Medaille belohnen.
Die Jungs waren im Spiel um Platz drei gegen die starke Auswahl aus Sachsen gefordert und fanden von Beginn an gut in die Partie. Hoch motiviert und mit einer geschlossenen und Mannschaftsleistung setzten sie den unter Druck. Der erste Satz ging verdient an die BaWü-Auswahl. Im zweiten Durchgang erwischten die Sachsen zunächst den besseren Start und machten es dem Team Baden-Württemberg noch einmal schwer. Nach einem kurzen Wachrüttler von Landestrainer Philipp Sigmund fanden sie jedoch zurück ins Spiel und entschieden die Partie schließlich mit 2:0 für sich.
Damit war der doppelte Medaillenerfolg perfekt: Sowohl die Mädchen als auch die Jungs sicherten sich beim Bundespokal 2026 den dritten Platz und belohnten sich nach einem intensiven Turnierwochenende mit der Bronzemedaille.
Siegerehrung und ein besonderer Abschied
Im Anschluss fand die große Siegerehrung mit allen teilnehmenden Mannschaften statt. Dabei gab es noch einen besonderen Moment: Landestrainer Sven Lichtenauer, der zum Jahresende in den Ruhestand gehen wird, wurde im Rahmen der Siegerehrung gebührend verabschiedet. Seine langjährigen Wegbegleiter Bernd Werscheck, Stefan Bräuer, Michael Warm sowie die ehemalige BaWü-Athletin und heutige Nationalmannschaftszuspielerin Hannah Kohn übernahmen die Verabschiedung und würdigten seine Arbeit im Nachwuchsleistungssport. Nach insgesamt 67 Bundespokal-Wettkämpfen endete damit auch für ihn ein besonderes Kapitel. Mit der Bronzemedaille und einer starken Mannschaftsleistung konnte er sich zum Abschluss noch einmal über einen gelungenen letzten Bundespokal freuen.
Fazit – Ein Wochenende, zwei Titel, ein Team
Mit zwei Bronzemedaillen im Gepäck trat die ARGE BaWü schließlich die Heimreise an – erschöpft von den intensiven Turniertagen, aber auch stolz und zufrieden mit dem gemeinsam Erreichten. An dieser Stelle nochmal ein großer Dank an den SSC Palmberg Schwerin und das gesamte Team rund um Markus Pabst für die erneute tolle Gastfreundschaft und die gute Turnierorganisation.
Landestrainer Sven Lichtenauer und Philipp Sigmund zogen ein rundum positives Fazit: „Wenn man als Titelverteidiger anreist, sind die Erwartungen immer hoch und natürlich hätten wir unsere Titel aus dem vergangenen Jahr gerne verteidigt, aber bei einem Turnier auf diesem Niveau entscheiden oft Kleinigkeiten. Die Teams haben über das gesamte Wochenende gute Leistungen gezeigt und vor allem nach den Halbfinalniederlagen noch einmal Charakter bewiesen. Dass am Ende beide Mannschaften mit einer Bronzemedaille nach Hause fahren, ist ein toller Erfolg.“
Ein besonderer Dank gilt den Physios Sophia Hoss und Martin Panitz, die mit großem Einsatz für Regeneration und Betreuung sorgten und so einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg leisteten.
Die ARGE BaWü blickt auf ein erfolgreiches Turnierwochenende in Schwerin zurück. Mit zwei Bronzemedaillen haben beide Auswahlmannschaften erneut ihr Können unter Beweis gestellt und gezeigt, dass in Baden-Württemberg eine gute Arbeit im Nachwuchsleistungssport Volleyball geleistet wird.
Der Kader: Mika Bauknecht (Youngstars/FT Freiburg), Noah Bouagaa (Youngstars/VC Offenburg), Maximilian Bangert (Youngstars/TG Biberach), Maximilian Rauh (Youngstars/FT Freiburg), Aleksandr Sevkovych (Youngstars/MTV Ludwigsburg), Noah Althoff (Youngstars/TV Rottenburg), Matthis Müller (Youngstars/SSC Karlsruhe), Kehdinga Y. Kemtchou (Youngstars/TV Rottenburg), Finn Hofmeester (Youngstars/TV Rottenburg), Julius Joos (FT Freiburg), Julius Grossner (Youngstars/TSV Mimmenhausen), Nico Schmidt (VC Offenburg).
Betreuer: Philipp Sigmund, Leon Zimmermann, Martin Panitz und Timon Schippmann.
Herzlichen Glückwunsch an alle Spieler:innen, Trainer:innen, Betreuer:innen und Unterstützer:innen zu einem erfolgreichen Wochenende!
Abschlusstabellen U18 Bundespokal 2026
Männlich
- Bayern
- Nordrhein-Westfalen
- ARGE Baden-Württemberg
- Sachsen
- Niedersachsen/Bremen
- Berlin
- Rheinland-Pfalz
- Hessen
- Brandenburg
- Hamburg
- Mecklenburg-Vorpommern
- Schleswig-Holstein
- DVV-Auswahl
- Thüringen
- Saarländischer Volleyball-Verband
- Volleyball-Verband Sachsen-Anhalt
Den gesamten Text (mit den Ergebnissen des Mädchenteams) gibt’s auf der VLW-Homepage









